Geschichtswettbewerbe 2019

Hier finden Sie die Gewinner der Geschichtswettbewerbe im Jahr 2019.


Mai

1. Platz: Marie de Black
2. Platz: Shye Sangos
3. Platz: Jadzia Strawton

(von 4 Teilnehmern)

Thema: Lustiges aus dem Lehrerzimmer

Verschaut

„SYBILL TRELAWNEY!“, donnert eine Stimme durchs Lehrerzimmer, dass die Fensterscheiben nur so wackeln.

Die solchermaßen direkt Angesprochene zuckt so heftig zusammen, dass sie den Inhalt ihres Sherryglases über ihrer Bluse verschüttet. Traurig betrachtet sie ihr nunmehr leeres Glas. Da ist noch mehr als die Hälfte drin gewesen! Welch Verschwendung eines guten Tropfens!

Zwei pechschwarze Augen starren so eindringlich auf sie hernieder, dass sie unwillkürlich nach Brandlöchern in ihrem Kleid tastet.

„Du hast meinen Namen gerufen, Severus?“ Wie immer ist ihr Tonfall verträumt und abgehoben.

„In der Tat, das habe ich.“

Täuscht sie sich, oder knirscht der Tränkemeister mit den Zähnen? Weiß er denn nicht, wie schädlich das ist? Nun stützt er beide Hände auf die Armlehnen ihres Stuhles und beugt sich so nah zu ihr herab, dass sie seinen Atem riechen kann. „Er sollte sich öfters die Zähne putzen“, murmelt sie halblaut. Gleich darauf schlägt sie die Hand vor den Mund. Hat sie das jetzt etwa laut gesagt?

„Was?“, zischt ihr Kollege noch giftiger.

„N-nichts.“ Schnell klappt Sybill den Mund zu, macht ihn jedoch sofort wieder auf. „Brauchst du etwas von mir? Soll ich für dich in meine Kristallkugel schauen, oder dir die Karten legen?“ Schon fischt sie mit der einen Hand in ihrem Ausschnitt herum, da landet Severus‘ Faust mit einem heftigen Knall auf der Tischplatte. Sybill zuckt zurück und ihre Brille rutscht ihr über die Nase.

„Deine besch…euerten Weissagungen kannst du dir sonst wohin stecken“, knurrt Severus mit tiefer Stimme. „Und wenn du von Kristallkugeln sprichst – warum zum Teufel hast du deine dummen Kugeln überall in meinem Klassenraum verteilt?“

Theatralisch legt Sybill eine Hand auf ihr Herz. Die zweite packt Severus beim Kragen seines Hemdes und zieht ihn tief zu sich herab. „Weil sie zu mir gesprochen haben! Mich überkam der unwiderstehliche Drang, in die kristallenen Tiefen zu blicken … und was, glaubst du, starrte mich da an?“

„Ist mir doch scheißegal!“, brüllt Severus und versucht, sich loszureißen. Sybill krallt die Finger noch fester in den Hemdkragen.

„Das sollte es aber nicht! Ich sah verheerende Dinge, die alle dich betrafen! Tiefe Dunkelheit wird sich über dich und deinen Klassenraum legen und alles Licht verschlucken. Heute Nachmittag schon wird dies Unglück eintreffen und um dies zu verhindern, borge ich dir meine Kugeln, die mit ihrem kristallklaren Licht alle Finsternis erhellen und dir Klarheit schenken werden! Wenn die Schwärze sich deines Herzens übermannt, dann verzage nicht, sondern sprich den Lichtzauber, Lumos, und schon wird sich das warme Licht hunderte und aberhunderte Male in den Kristallkugeln widerspiegeln, bis dass alle Finsternis vertrieben ist und helle Freude in dein Herz einziehen möge!“

Severus scheint es die Sprache verschlagen zu haben. Mehrere Sekunden lang starrt er sie an, während seine Augenbrauen sich immer mehr zusammenziehen, bis sie eine schwarze, gerade Linie über seinen Augen bilden, welche nun zornige Blitze auf sie abschießen. Mit einem Ruck reißt Severus sich los, wobei ein Teil seines verstärkten Kragens in Sybills Krallenfingern zurückbleibt.

„Heute Nachmittag braue ich mit der Abschlussklasse einen Trank, welcher nur bei absoluter Dunkelheit gelingt.“ Seine Stimme ist nicht mehr als ein Flüstern, ein sehr giftiges Flüstern, das bewirkt, dass Sybill heftig schlucken muss. „Ich verwende einen speziellen Zauber dafür, damit meine Schüler trotzdem sehen, was sie da machen. Wenn dieses Experiment durch deine Schuld misslingt, weil ich irgendwo eine verdammte Kristallkugel übersehe, dann verfüttere ich dich an Hagrids Knallrümpfige Kröter!“ Mit angewiderter Miene sieht er auf Sybills Sherryglas. „Vielleicht solltest du keinen Alkohol mehr trinken, wenn du schon Wahnvorstellungen bekommst.“ Mit diesen Worten entwindet der Tränkemeister seiner Kollegin den abgerissenen Teil seines Hemdkragens und rauscht türenschlagend aus dem Lehrerzimmer.

Wie vom Donner gerührt bleibt Sybill zurück und starrt auf den Boden ihres Sherryglases. Wie hat sie sich so sehr täuschen können? Sie hat doch eindeutig gesehen, dass … Nachdenklich hält sie inne und führt ihr leeres Glas an die Lippen. Oder hat sie sich vergriffen und statt der Kristallkugel wirklich zu tief in die Sherryflasche geblickt?




April

1. Platz: Jadzia Strawton
2. Platz: Jamie Evermore
3. Platz: Marlon Welsh

(von 3 Teilnehmern)

Thema: Auf Ostereiersuche im Gewächshaus

Nach dem morgendlichen Frühstück in der großen Halle, als die Schüler sich schon auf zum Unterricht machen wollte, hielt Dumbledore sie noch kurz für eine Ansage auf.
Es ist bald Ostern und so verkündete er strahlend, dass am Ostersonntag es ein großes Fest mit verschiedensten Aktivitäten geben soll, u. a. war von einer Ostereiersuche im Gewächshaus die Rede. Dies freute die Schüler zu tiefst, endlich gab es mal wieder etwas Spannendes in Hogwarts zu erleben. So vergingen die restlichen Tage bis zum Wochenende wie im Fluge, im Kräuterkunde-Unterricht bestand sogar die Aufgabe darin, die Pflanzen so im Gewächshaus zu verteilen und gegeben falls zu beschneiden, sodass die Ostereier problemlos versteckt aber nur schwer wiedergefunden werden können. Auf eine kurze Nachfrage von Seamus verlor aber Professor Sprout kein Wort darüber, wie das am Sonntag aussehen sollte.

Als es dann soweit war, war die Aufregung groß, lediglich Neville machte sich mehr Sorgen um die Pflanzen als um die Eier. Kurz bevor es losgehen sollte, gab Dumbledore noch bekannt, dass die Schüler der ersten und zweiten Klasse draußen in den Gemüsebeeten suchen dürfen. Den Schülern des dritten und vierten Jahrgangs ist das Gewächshaus I vorbehalten, die Fünft- und Sechstklässler dürfen sich ins zweite begeben. Als besondere Herausforderung dürfen die UTZ-Schüler ins Gewächshaus III und zwischen allesamt gefährliche Pflanzen nach den umworbenen Ostereiern suchen.

Nach dem trimagischen Turnier vor zwei Jahre war Harry froh als Sechstklässler nicht ins Gewächshaus III zu müssen und schnappte sich daher Ron und Hermine, um ihr Gewächshaus unsicher zu machen. Gemeinsam mit ihren Mitschülern und dem Jahrgang unter ihnen betreten sie das Gewächshaus. Auf dem ersten Blick erschien alles wie immer, dann hörte er Ginny neben sich: „Da oben ist eins, da komme ich aber nicht ran …“, während er aber noch sucht, was sie meint, zieht Hermine ihren Zauberstab, spricht: „Wingardium Leviosa“ und reicht Ginny das erste Ei. Jetzt betrachtete er es kurz, es war bunt bemalt mit verschiedenen Mustern, welches ihn irgendwie bekannt vorkam. Aber er dachte erstmal nicht weiter darüber nach und schaute weiter nach Eiern aus.
Nachdem sich die jungen Zauberer über ihre magischen Kräfte nun bewusst wurden, wurden einige Eier aus nicht erreichbaren Lagen mit dem Schwebezauber zu ihnen geholt. Ein Geistesblitz ging dann durch Dean, welcher versuchte mit Accio die Eier herbei zu holen, was aber redlich nicht funktionierte. Hermine munterte ihn auf: „Wenn Dumbledore gewollt hätte, dass es so einfach wäre, wäre es doch nur der halbe Spaß!“

Am Ende des Tages hatten sie so viele Eier gefunden, dass jeder Schüler aus der Gruppe drei haben konnte, doch sie erfuhren am Abend von Dumbledore, dass eigentlich vier für jeden versteckt worden sind. Scheinbar haben sie doch nicht alle finden können, aber die restlichen holte er im selben Moment mit einem Zauberstabschlenker herbei und er verkündete, dass jeder sein viertes Ei morgen in einem seiner Socken finden würde.
Da fiel Harry wieder die Muster auf den Eiern ein, zog seine Ausbeute hervor und dann wurde es ihm klar:
Dobby musste diese bemalt haben, denn viele wiesen Muster auf, die sich auch auf seinen Socken wiederfanden, nur die Weihnachtssocken hatte er gottseidank ausgelassen.




März

1. Platz: Nyx Orbitare
2. Platz: Marlon Welsh
3. Platz: -

(von 2 Teilnehmern)

Thema: Weasleys zauberhafte Zauberscherze

Ehrfürchtig sehe ich mich um, ich habe schon viel gehört von diesem einzigartigen Laden in der Winkelgasse. Zwei junge rothaarige Zauberer, die Weasley Zwillinge, gründeten einst aus Spaß an der Sache ein eigenes Geschäft für magische Scherzartikel. Ich sehe mir den bereits in die Jahre gekommenen geschwungenen Schriftzug über dem Geschäft etwas genauer an „Weasleys Zauberhafte Zauberscherze“. Ich kann mir gut vorstellen, wie aufgeregt die beiden Jungs gewesen sein mussten, als sie sich schlussendlich dazu entschlossen haben den Laden zu eröffnen. Obwohl ich nicht viel von Schulabbrechern halte, muss ich zugeben, dass die beiden das Richtige getan haben. Lächelnd stelle ich mir vor, wie diese Schaufenster in der dunklen Zeit ausgesehen haben mussten, als Du-weißt-schon-wer zurückkam. Eine regelrechte Farbexplosion musste die Menschen in ihren Bann gezogen haben, denn auch in dieser Zeit waren die Schaufenster in derselben Manier geschmückt. Die beiden Weasley-Zwillinge hatten schon früh ein Händchen für das Geschäft, wie auch ich am eigenen Leib erfahren musste. Natürlich habe ich mitbekommen, dass sie bereits während ihrer Schulzeit anfingen, ihre Scherzartikel unter ihren Mitschülern zu verkaufen. Doch damals hielt ich es niemals für möglich, dass ihre kleine Idee, sich so entwickeln würde, dass sie jemals daraus Profit schlagen würden. Mittlerweile weiß ich, dass es damals keine so gute Idee war, die beiden über den Tisch zu ziehen. Wettschulden sind Ehrenschulden. Doch die Ehre war mir damals egal. Doch da ich nun ein alter Mann bin, möchte ich auch noch mit mir selbst ins Reine kommen. Leider weiß ich, dass einer der Zwillinge inzwischen tot ist. Gott hab ihn Seelig, den armen Jungen. Bei ihm komme ich zu spät, das weiß ich. Damit habe ich mich abgefunden. Doch beim Zweiten kann ich mich entschuldigen.

Ich atme durch und öffne den Laden. Sogleich ertönt eine fröhliche Melodie und mir kommt ein junger Mann entgegen, der scheinbar ohne Kopf aus dem Laden spaziert. Das muss ein Kopfloser Hut sein, bin ich mir sicher. Ich hab schon viel von diesen Dingern gehört. Ich sehe mich im Laden um. Das Angebot scheint schier endlos. Vor mir steht ein Regal mit Würgzungen-Toffees, Bonbons, die deine Zunge bis zu einem Meter verlängern können. Ich erschaudere bei dem Gedanken daran. Daneben noch Kanarienkremschnitten, die verwandeln dich für etwa eine Minute in einen Kanarienvogel. Als ich weitergehe komme ich zu einem weiteren hohen Regal mit essentiellen Schulutensilien vorbei. Juxzauberstäbe (sie verwandeln sich bei Berührung in eine Gummimaus oder ein anderes Gummitier), Nasch-und-Schwänz-Leckereien (machen dich sofort krank, damit du in den Krankenflügel geschickt wirst. Ich wäre ja mal gespannt, wie die in Hogwarts damit umgehen).

Ich kämpfe mich bis zum anderen Ende des Ladens durch, der heute wieder besonders gut besucht zu sein scheint. Ganz am Ende, neben einer Art Lager sehe ich einen Rotschopf. Doch dieser sieht anders aus, als die Zwillinge mir in Erinnerung geblieben sind. Ah, das muss der Bruder sein, der später noch eingestellt wurde. Mein Blick wandert hinter den Tresen, hinter dem sich plötzlich ein weiterer roter Haarschopf blicken lässt. Ich gehe langsam darauf zu. Plötzlich richtet sich der Mann mit dem roten Haar auf und ich erkenne ihn als George. Unsere Blicke treffen sich, ich hebe den Sack voll Galleonen, die ich den Zwillingen seit vielen Jahren schulde und mache ein betretenes, entschuldigendes Gesicht. Ob er mich überhaupt noch erkennt? Ich bin in die Jahre gekommen, meine Augen sind trüb, mein Gesicht faltig. Womöglich sieht man mir meine vielen Fehltritte an. Mir bleibt nichts übrig als ein entschuldigendes Gesicht zu machen. Plötzlich sieht mich George an und ein Erkennen breitet sich in seinem Gesicht aus. Seine Miene verzieht sich für einen Moment und verschiedene Gefühle spiegeln sich in seinem Gesicht wider. Doch schließlich nickt er knapp und wendet sich an mich „Guten Tag Mr. Bagman. Was kann ich für Sie tun?“ und als er auf mich zukommt und mir seine Hand hinstreckt, sehe ich ein ehrlich gemeintes Lächeln auf seinem Gesicht.




Februar

1. Platz: Safira Ruby Day
2. Platz: Florence Winchester
3. Platz: Kyralia Lonmar

(von 10 Teilnehmern)

Thema: Der Irrwicht des Remus Lupin

In einem Schrank im Keller sitzt er. Viele Jahre sind vergangen und doch haben sich einige Dinge nie geändert. Der kleine Irrwicht erinnert sich noch ganz genau an den Tag, als er den Jungen mit den braunen Haaren und den Kulleraugen, zum ersten mal getroffen hatte. Wie bei den meisten Kinder üblich hatte auch der kleine Junge mehr als nur eine Angst in sich. So fürchtete er sich von Spinnen, Schlangen, Monstern und gut einem Dutzend weiterer Dinge. Der Irrwicht genoss diese Begegnung in der er sich innert Sekunden von einer in die nächste Gestalt wandelte und damit den Jungen unter Panik aufschreien liess. Schlussendlich rannte der Junge Tränen überströmt die Treppe nach oben und war dabei so verängstigt, dass er eine Tritt verfehlte und sich beide Kniee aufschürfte.
Nach diesem Treffen dauerte es eine Weile bis sich die beiden erneut gegenüber standen. Der Junge war gewachsen und hatte viele seiner Ängste abgelegt. Doch das eine Monster fürchtete er dafür mehr den je. So kostete der kleine Irrwicht auch dieses Zusammenkunft in vollen Zügen aus, wobei er zähnefletschend in der wolfsgleichen Gestalt, den Knaben wimmern und weinen hatte lassen.
Doch dann trafen sie sich zum dritten mal und nun herrschte über Jahre die selbe Angst im Jungen. Immer wenn die Mutter den kleinen Zauberer zum Vorratsschrank in den Keller schickte um Speisen zu holen wurde der Irrwicht zum Vollmond. Warum genau der Junge, der immer grösser wurde, diese eine, tiefe, grauenhafte Angst in sich trug und niemals ablegen konnte, wusste der Irrwicht nicht. Es war ihm auch egal solange er den gewünschten Effekt erzielte und dem Jungen Angst und schrecken einflösste. Selbst noch als der Knabe ein junger Mann geworden war fürchtete er die weisse Runde Kugel und so hatte der Irrwicht sich so sehr daran gewöhnt diese Form zu tragen, dass sie sich beinahe wie seine zweite Haut anfühlte.
Nun sind schon viele Jahre vergangen und weder der Junge noch sonst jemand hat den Irrwicht belästigt. Im Haus über dem Keller ist es still geworden. Bis eines morgens Schritte auf der Kellertreppe zu hören sind. Der Irrwicht lauscht Gesprächsfezen. Ein Mann gibt an, nur kurz etwas aus dem Vorratsschrank zu holen, und der Irrwicht erkennt in der Aura des Mannes den Jungen mit den Kulleraugen. Augenblicklich bereitet er sich vor und lässt seinen Körper die gewohnte Form an nehmen, bis ihm plötzlich auffällt das etwas anders ist. Der junge Mann ist der selbe da ist sich der Irrwicht ganz sicher, doch die Furcht hat sich gewandelt. Wie das nach all den Jahren möglich ist versteht der Irrwicht nicht, doch er spürte ganz eindeutig welche Gestalt er annehmen muss.
Als der junge Mann die Tür öffnete stolpert der Irrwicht im Form einer hübschen Frauen mit buntem Haar aus dem Schrank. Er drückt die Hand fest auf den kugelrunden Bauch seiner Gestalt und schaut mit empörtem und anklagenden Blick direkt in die Augen des jungen Mannes, der schäbiger den je aussieht.
Ob es dem Überraschungsmoment oder schlichtweg seiner furchterregend Erscheinung geschuldet ist, weiß der Irrwicht nicht, doch als der Junge, genauso wie in alten Zeiten, Tränen überströmt die Flucht ergreift, hüpft sein eigenes Herz vor Freude auf.




Januar

1. Platz: Jadzia Strawton
2. Platz: Safira Ruby Day
3. Platz: Siri De Lioncourt

(von 4 Teilnehmern)

Hier die Gewinnergeschichte:

Thema: Lunas Forschungen

Es war ein später Abend als Luna noch an ihrem Schreibtisch saß, ihrer Fotografien und Notizen durchsehend. Es brannte kein Licht, der Mond strahlte durch das Fenster vor ihr auf ihre Arbeitsfläche. So sah Luna auch nicht, was sich ihr näherte, während sie seelenruhig einige Ergänzungen vornahm. Als sie eine Hand auf ihrer Schulter spürte, fuhr sie herum und sah Rolf in die Augen, er sprach:
"Du Schatz, komm mal zum Ende für heute, morgen geht es für die Zwillinge zum ersten Mal nach Hogwarts, deine Forschungen kannst du auch danach weiterführen. Denk erstmal an die Kinder, du weißt, wie bedeutend der Tag ist und es soll ein toller Tag sein!"
Sie drückte ihm einen Kuss auf die Wange und murmelte noch, während sie ihre Sachen stapelte,
"Seit wann bist du so vernünftig? ... Ich bin so kurz davor die Existenz der schrumpfhörniger Schnarchkackler zu beweisen, sodass es selbst Umbridge glauben würde ..."
"Luna", Rolf drehte sie wieder zu sich,
"du bist eine tolle Naturforscherin und hast schon vieles entdeckt - denk an den Kolibridrachen, wer hätte gedacht, dass es solche mikroskopisch kleinen Drachen gibt?", er schmunzelte, "- Ich liebe dich, aber diese Schnarchkackler ... Weißt du ich habe da so ein Projekt, dass ich nicht allein stemmen kann. Das würde ich gerne mit dir gemeinsam machen"
Es herrschte ein Moment Stille, Rolf hatte seine Arme um Luna gelegt, beide starrten aus dem Fenster bis Luna, ohne sich weiter zu regen, das Wort erhob:
"Worum geht es? Ich meine, ich könnte auch mal eine Pause von den schrumpfhörniger Schnarchkackler machen und mal wieder etwas mit dir unternehmen ... Ab Morgen wird es sowieso so still hier sein ..."
Ein Moment dachte sie wehmütig daran, dass tatsächlich morgen die beiden Zwillinge Lorcan und Lysander das erste Mal auf ihre eigene große Fahrt nach Hogwarts sein werden. Zehneinhalb Jahre war stets Trubel im Haus und große Projekte nicht möglich gewesen, aber nun …-
Rolf ließ ein Pergament in den Raum schweben, welches dann sanft auf dem Schreibtisch landet. Luna erkannte das Hogwartssiegel und schaute ihn mit ungläubigen Augen an und rollte dann das Pergament auf.
Es ging um die Thestralherde im Verbotenen Wald der Ländereien von Hogwarts, sie war nach einigen harten Wintern stark zurückgegangen.
„Wir werden durch die ganze Welt reisen müssen, um zu schauen, von wo wir welche umsiedeln können. Es muss auch beachtete werden, dass sie jung genug sind, um noch gut erziehbar zu sein, aber nicht mehr auf ihre Eltern angewiesen sind. Allem in allem ein anstrengendes aber durchaus interessantes Projekt, ich habe noch nie Thestrale außerhalb von Hogwarts gesehen.“, erklärte Rolf seiner Frau, welche ziemlich aus dem Häuschen ist.
„Thestrale, oh mein Gott, Thestrale! Natürlich wird es nicht nur welche in Hogwarts geben, aber ich hatte bisher schon länger den Wunsch, nach weiteren zu suchen, doch wäre eine solche Suche zu aufwendig für ein privates Projekt gewesen, aber so ist es phänomenal!“, sagte Luna hektisch vor Freude.
Dies stellte tatsächlich eine mehr als befriedigende Alternative zu ihren Forschungen über die schrumpfhörnige Schnarchkackler dar. So räumte Luna zufrieden ihre Unterlagen zusammen und verstaute sie im Archiv. Für einige Zeit werden diese erst einmal ruhen müssen.
„Es steht ein Abenteuer bevor, doch morgen soll es erstmal ein wundervoller Tag für die Kinder werden“, dachte Luna noch, bevor sie an diesem Abend zufrieden einschläft.

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