Endlosgeschichte: Ungewöhnliche Freundschaft (Seite 2)

Ungewöhnliche Freundschaft



Erzählerperspektive: 1. Person
Erzählzeit: Präteritum (Vergangenheit)

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von Shye Sangos - 07.02.2021

„Ja, ich würde mir gerne eines ausleihen, am liebsten eines über das Zaubern, damit ich mich ein bisschen vorbereiten kann“, plapperte ich fröhlich und betrachtete die vielen verschiedenen Bücher auf der Suche nach dem richtigen Buch für mich. „So einfach ist das aber nicht“, meinte Severus zog ein sehr dickes Buch aus dem Regal, es schien im ersten Moment auch das dickste zu sein. Er öffnete die erste Seite und ich konnte ein großes Schloss sehen, das über einem großen See thronte: „Das ist die ´Geschichte Hogwarts`, hier erfährst du alles Wichtige über unsere Schule. Ich weiß, es ist viel zu lesen, aber sicher interessant für dich.“ Neugierig blickte ich auf das Buch und setzte dann die Katze auf dem Bett ab, um mir das Buch genauer anschauen zu können. Nach kurzem Durchblättern war ich mir sicher, dass ich das Buch ausleihen möchte und fragte nochmal nach: „Darf ich das Buch wirklich mitnehmen?“




von Noa Hyde - 09.02.2021

Severus lachte. „Na klar. Pass nur gut darauf auf, es gehörte schon meiner Mutter. Und sabber nicht darauf, wenn du einschläfst, weil es so langweilig ist“, neckte er mich liebevoll. „Ich bin noch nie beim Lesen eingeschlafen!“, antwortete ich in gespielter Empörung. „Welches ist dein liebstes Buch übers Zaubern?“, fragte ich und Severus griff fast blind in das Regal. „Fast vergessene Zauberbräue“, lese ich langsam vor. „Also eher Zaubertränke als Zaubern?“ Severus nickte und errötete. „Und jetzt erzähl mir nicht, das sei albern… Ich find Zaubertränke faszinierend.“ Ich schüttelte schnell den Kopf. „Warum sollte das albern sein?“ Er zuckte die Schultern. „Findet mein Vater. Zaubern sei ja noch okay, aber Zaubertränke Zeitverschwendung.“ Ich beschloss, nicht weiter auf seinen Vater einzugehen. „Was findest du an den Zaubertränken denn so faszinierend?“, fragte ich stattdessen.




von Shye Sangos - 10.02.2021

Ein leidenschaftliches Glühen entstand in seinen Augen, als ich meine Frage ausgesprochen hatte, und ich konnte erkennen, dass sein betrübter Gesichtsausdruck mit einem Mal verschwand. „Es ist einfach toll, wenn man die verschiedenen Pflanzen in einen Kessel gibt und nach Rezept zubereitet, da entstehen die wundervollsten Tränke“, schwärmte er mir vor, doch ich konnte mir nichts darunter vorstellen, außer vielleicht so etwas Ähnliches wie Medizin, also fragte ich weiter: „Was denn zum Beispiel?“ „Da kann man Heiltränke und Liebestränke machen, und auch Tränke, die das Aussehen eines Menschen verändern“, erzählte er voller Freude. Das Aussehen eines Menschen verändern klang in meinen Augen unglaublich, ich konnte mir nicht vorstellen, wie das gehen sollte, also fragte ich Severus einfach mal, ob er es schon mal ausprobiert hätte. Richtig panisch antwortete er mir: „Nein, das dürfen wir nicht, wenn mein Vater herausfindet, dass wir Tränke brauen dann rastet er wieder aus!“ Entsetzt lauschte ich seinen Worten und konnte die Angst in seinen Augen erkennen.




von Rosmarin Both - 11.02.2021

Wieder beschloss ich lieber zu schweigen. Sein Vater war ein Thema für einen anderen Tag. Ich schlug wieder die Geschichte Hogwarts auf und blätterte durch die Seiten. Nach gefühlten Sekunden sagte Severus leise: „Guck mal Lily, es wird schon dunkel.“ Erschrocken blickte ich hoch und sah, dass der Himmel schon fast schwarz war. „Ich muss dringend nach Hause“, rief ich panisch, „sonst machen sich meine Eltern noch Sorgen.“ Beschwichtigend legte Severus mir eine Hand auf die Schultern. „Ich begleite dich nach Hause, das geht ganz schnell.“ Rasch nahm ich das Buch und wir liefen runter. Ich verabschiedete mich von Eileen und bedankte mich für den Tee und Kuchen. Dieser Besuch war wundervoll gewesen, all die Dinge, die ich erfahren hatte, waren unglaublich und ich konnte es kaum erwarten weiter in meinem Buch zu blättern. Es gab so viele Dinge zu erfahren! Ich war noch ganz in Gedanken versunken, als wir vor dem Tor meines Hauses ankamen. Ich blickte zu Severus und sah, dass er mich anlächelte. „Wir sehen uns morgen“, sagte ich schüchtern und öffnete das Tor. Zum Abschied winkte ich ihm einmal zu und schloss dann die Haustür hinter mir.




von Noa Hyde - 12.02.2021

„Lily? Lilyschätzchen, bist du das?“, fragte meine Mutter aus dem Wohnzimmer und ich beeilte mich, um meine Tasche mit dem Buch schnell in mein Zimmer zu bringen. „Ja?“, antwortete ich. Meine Eltern saßen mit Petunia im Wohnzimmer und spielten Scrabble. „Wo warst du denn?“, fragte mich Mutter leicht besorgt. Ich überlegte kurz, dann beschloss ich so weit wie möglich die Wahrheit zu sagen. „Ich habe vor ein paar Tagen beim Spielen diesen Jungen getroffen. Er heißt Severus und ist nur ein paar Tage älter als ich,“ erklärte ich. Mutter sah mich neugierig an. „Oh, kennen wir seine Familie? Wo wohnt er denn?“ Ich musste kurz nachdenken, wie die Straße hieß. „Spinner’s End“, bei der Windmühle,“ sagte ich dann. Petunia schnaubte. „Na das passt ja, dieser Spinner.“




von Rosmarin Both - 13.02.2021

Tadelnd sah Lilys Mutter Petunia an. „Deine Schwester mag diesen Jungen, also sei nett zu ihm.“ Petunia verdrehte nur die Augen und verschwand nach oben. Entschuldigend blickte ich zu meiner Mutter: „Ich wollte nicht so spät nach Hause kommen, wir haben nur die Zeit vergessen.“ Zum Glück waren meine Eltern noch nie so streng gewesen und nach einem milden Lächeln war ich entlassen. So schnell es ging, lief ich hoch in mein Zimmer und holte „Geschichte Hogwarts“ wieder hervor. Schon nach den ersten paar Sätzen, war ich wieder vollkommen in dieser wunderbaren, magische Welt verloren und so merkte ich gar nicht, wie meine Zimmertür aufging. Erst als Petunia mir das Buch aus der Hand riss, schreckte ich hoch.




von Noa Hyde - 14.02.2021

„Was liest du da?“, fragte sie und blätterte ungeduldig in dem Buch. „Wieder so langweiliger Fantasykram?“ Sie wart das Buch achtlos auf mein Bett. Ich wollte ihr schon widersprechen, dass Fantasy ganz und gar nicht langweilig ist – aber ich entschied mich schnell dagegen. Noch wollte ich mein Geheimnis ganz für mich behalten. „Ja, interessiert dich bestimmt nicht. Was hast du heute gemacht?“, fragte ich sie und setzte mich auf mein Bett, Petunia sich wie immer auf den Schreibtischstuhl. „Ich habe ausgeschlafen, und dann habe ich mit Dad Ball gespielt. Und wir haben eine Torte gebacken, also Mum und ich… war ja typisch, dass du dich wieder drum gedrückt hast…“, sagte sie mit leicht mahnendem Unterton in der Stimme.




von Rosmarin Both - 15.02.2021

Entschuldigend sah ich Petunia an. „Wie gesagt, ich habe einfach die Zeit vergessen“, versuchte ich mich zu erklären, „Morgen backe ich gerne mit euch“, versprach ich ihr. Ein wenig beschwichtigt lächelte meine Schwester mich an. „Da freue ich mich dann schon drauf“, sagte sie und verließ mein Zimmer wieder. Erleichtert sank ich zurück in meine Kissen. Wenn Petunia in dem Buch gelesen hätte – das wollte ich mir gar nicht erst vorstellen. Ich griff neben mich und zog ‚Geschichte Hogwarts‘ wieder zu mir. Doch dieses Mal war ich nicht so schnell wieder darin versunken. Stattdessen dachte ich daran, was passieren würde, wenn ich nach Hogwarts ging. Ich würde meine Eltern und Petunia verlassen müssen, ich könnte sie nur in den Ferien sehen. Es war ein furchtbarer Gedanke und doch ließ er mich bis tief in die Nacht nicht los.




von Noa Hyde - 16.02.2021

Es würde sehr ungewohnt sein, nicht mehr zu Hause zu wohnen. Nicht mehr jeden Tag meine Eltern zu sehen oder Petunia – auch wenn wir sehr unterschiedlich waren, hingen wir doch aneinander. Wann würde ich überhaupt nach Hause kommen? Feierten Zauberer auch Weihnachten? Ich versuchte mir selbst Mut zu machen. Viele junge Menschen in meinem Alter gingen schließlich auf ein Internat. Aus verschiedenen Gründen, aber… Wie ich es drehte und wendete, ich kannte niemanden, der auf ein Internet ging, um Magie zu lernen. Außer Severus. Der Gedanke beruhigte mich in der Tat ein wenig. Ich wälzte mich noch eine Weile hin und her und fiel schließlich in einen unruhigen Schlaf.




von Shye Sangos - 17.02.2021

Mitten in der Nacht wachte ich schweißgebadet auf und blickte mich hektisch in meinem Zimmer um. Es war finster, nur das schwache Mondlicht schien durch das Fenster und ließ mich die Umrisse meiner Möbel erkennen. Mein Zimmer war, bis auf mich, menschenleer. Erleichtert atmete ich auf, dass ich noch zu Hause in meinem Zimmer war. Dieser Traum, der mich geweckt hatte, war wirklich nicht schön. Ich war in Hogwarts, und Severus war nicht in meinem Haus, sondern in einem ganz anderen und ich durfte ihn nicht sehen. Meine Mitschülerinnen lachten mich deshalb aus, weil ich weinte, da ich Severus und auch meine Familie vermisste. Nun war ich ziemlich unsicher, ob ich denn wirklich nach Hogwarts wollte. Ich setzte mich an das Fenster und blickte hinaus in den mondbeschienenen Garten und hörte die Grillen zirpen. Nachdenklich öffnete ich die „Geschichte Hogwarts“ und blätterte ein wenig darin, da ich nun nicht mehr schlafen konnte.




von Noa Hyde - 18.02.2021

Ich las von sich bewegenden Treppen, von allen erdenklichen Speisen, die auf dem Tisch erschienen – und vor allem zog mich die Beschreibung der Großen Halle in den Bann. Ein verzauberter Himmel, wie traumhaft das sein musste! Ich stellte mir vor, wie es wohl war, wenn man immer unter freiem Himmel saß, jedes Gewitter beobachten konnte, die Sonnenuntergänge alles in sanftes Licht tauchten und wie man nachts die Sterne sehen konnte. Mit einem Mal packte mich die Sehnsucht nach draußen. Ich schlug das Buch zu, schließlich konnte ich die Gründungsgeschichte noch später lesen, und versteckte es unter einem losen Dielenbrett. Schnell zog ich mir was an. Es war zwar mitten in der Nacht, aber es war immer noch angenehm warm draußen, also wollte ich im Garten den Sternenhimmel betrachtet. Leise schlich ich die Treppe hinunter – bis die unterste Stufe knarrte und ich wie erstarrt stehen blieb.




von Shye Sangos - 19.02.2021

Angespannt hielt ich die Luft an in der Hoffnung, dass mich keiner gehört hat. Meine Eltern waren zwar überhaupt nicht streng, aber einen nächtlichen Ausflug in den Garten würden sie auch nicht dulden, da sie der Meinung sind, die Nacht wäre zum Schlafen da. Und Petunia sollte mich schon gar nicht erwischen. Nach ein paar endlos wirkenden Minuten hörte ich immer noch kein Geräusch von den Schlafräumen meiner Familienmitglieder, also schlich ich leise in den Garten hinaus. Ich kletterte auf meinen Lieblingsbaum, eine schon etwas ältere Trauerweide, die mitten in unserem Garten stand, lehnte mich auf einen Ast und blickte zum Sternenhimmel hinauf, der zwischen dem Blätterdach hervorblitzte. Nachdenklich beobachtete ich die Sterne und versuchte, ein Sternbild zu erkennen, als plötzlich das Licht auf unserer Terrasse anging und ich meine lästige Schwester rufen hörte: „Ich hab genau gesehen, wie du auf den Baum geklettert bist, komm endlich wieder rein, sonst sag ich es unseren Eltern!“ Ich war genervt von Petunia und wurde richtig wütend, versuchte jedoch, mich nicht zu bewegen.




von Noa Hyde - 20.02.2021

Petunia kam zum Baum und starrte nach oben. „Ich weiß, dass du…“ Sie brach den Satz ab und starrte weiterhin angestrengt nach oben. „Ich weiß, dass du nicht im Bett bist!“ Sie stampfte wütend mit dem Fuß auf. Konnte es sein, dass sie mich nicht sah? Ich hielt weiterhin die Luft an. Nach ein paar Sekunden stapfte sie wütend ins Haus zurück. Ich ärgerte mich, dass ich meine Zimmertür nicht abgeschlossen hatte, so würde sie sehen, dass ich nicht im Bett war, auch wenn sie mich wie durch ein Wunder nicht im Baum gesehen hatte. Schnell huschte ich ins Haus und überlegte fieberhaft, wie ich die Situation noch retten konnte.




von Shye Sangos - 21.02.2021

Leise schlich ich die Treppe hoch und bemerkte, dass meine Zimmertür immer noch offen stand, also ging ich mit leisen Schritten in mein Zimmer, schloss die Türe und huschte ins Bett. Kaum war ich unter der Decke verschwunden öffnete sich leise meine Tür und ich hörte meine Mutter leise sprechen: „Siehst du, Petunia, deine Schwester schläft.“ Petunia trampelte in mein Zimmer, riss mir die Decke weg und schrie: „Aber sie war gerade noch draußen, ihr Bett war leer!“ Verschlafen streckte ich mich und blickte verdattert in die Gesichter der beiden. „Was … los“, stammelte ich mit halb offenem Mund und setzte mich auf den Bettrand. „Nichts, mein Schatz, schlaf wieder weiter“, sprach meine Mutter sanft, drückte mich wieder zurück in mein Bett und legte auch die Decke wieder auf mich. Dann zog sie Petunia wieder aus dem Zimmer und ich war froh, dass das noch gut ging. Nun musste ich kichern und kurz darauf schlief ich vor Müdigkeit ein.




von Noa Hyde - 22.02.2021

Ich wurde am nächsten Morgen davon wach, dass ich Petunias Starren förmlich spüren konnte. Ich gähnte, blinzelte und streckte mich. „Was willst du?“, fragte ich sie nuschelnd und zog die Decke noch ein wenig höher. „Ich will, dass du mir die Wahrheit sagst!“, antwortete sie. Wenn sie nicht sitzen würde, hätte sie vermutlich mit dem Fuß aufgestampft. „Seit du mit diesem gruseligen Typen rumhängst, erzählst du mir gar nichts mehr!“
Wirklich viel hatte ich ihr vorher auch nicht erzählt, dafür waren wir schon immer zu unterschiedlich gewesen. Ich überlegte fieberhaft, was ich ihr erzählen konnte. „Da gibt’s nicht viel… Severus Vater scheint ziemlich schwierig zu sein, deshalb versucht er viel Zeit außerhalb von seinem Zuhause zu verbringen.“




von Shye Sangos - 23.02.2021

Misstrauisch musterte sie mich mit zu Schlitzen verengten Augen. „Und was hast du Mitten in der Nacht im Garten zu tun? Oder warst du gar nicht im Garten, sondern bei ihm?“, fragte sie mich und verschränkte dabei ihre Arme. „Ich war die ganze Nacht im Bett, und jetzt lass mich weiterschlafen, ich bin noch müde!“, schnauzte ich meine Schwester an. Diese jedoch begann schadenfroh zu grinsen: „Dann gibst du also zu, dass du in der Nacht draußen warst? Es ist 10 Uhr und normalerweise stehst du um diese Zeit auf.“ Petunias Worte klangen logisch in meinen Ohren, also musste ich wohl oder übel aufstehen und so tun, als wäre ich ausgeschlafen. Fest entschlossen sprang ich aus dem Bett und wollte mich umziehen, dabei bemerkte ich, dass ich noch immer die Kleidung von gestern anhatte. Natürlich entging das meiner Schwester nicht und sie fragte mit einem süffisanten Grinsen: „Na, wieso hast du denn in deiner Straßenkleidung geschlafen?“ „Ich war … zu müde, um mich umzuziehen“, stammelte ich nervös und machte mich mit großen Schritten auf den Weg zum Frühstück in die Küche. Meine Mutter saß schon bei Tisch und nippte an ihrem Kaffee, als ich ein freundliches „Guten Morgen“ rief.




von Noa Hyde - 24.02.2021

„Vater, Lily hat immer noch die gleiche Kleidung an wie gestern“, keifte Petunia sogleich, doch Vater zuckte nur die Schultern. „Lass deine Schwester in Ruhe, sie ist schließlich schon öfter beim Lesen eingeschlafen. Und wenn sie sagt, dass sie heute Nacht nicht draußen war, glaube ich ihr das.“ Petunia starrte mich wütend an. Ich war mir nicht sicher, ob sie sauer war, weil ich draußen war oder weil ich sie anlog. Oder beides. „Wann gibt’s heute Abend Essen?“, fragte ich so zwanglos wie möglich. Dad schaute kurz auf den Kalender. „18 Uhr kommt eure Mutter von der Arbeit, bis dahin wollte ich auch gekocht haben. Wieso?“, fragte er.




von Rosmarin Both - 25.02.2021

„Ich wollte heute wieder raus und mich mit Severus treffen“, sagte ich, bevor ich rasch hinzusetzte, „natürlich werde ich mit euch zu Abend essen und Petunia, wir wollten heute doch mit Mama backen.“ Einen Moment lang sah Petunia mich überrascht an und ein kleines Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht, welches sie jedoch sofort wieder verschwinden ließ. Trotzdem hatte dieser kleine Moment mich beruhigt und ich lächelte fröhlicher. Nach dem Frühstück, welches erstaunlicherweise sehr ruhig verlief, lief ich in mein Zimmer und holte meinen Rucksack hervor. Außerdem nahm ich nach Jahren mal wieder meine Armbanduhr mit und stürmte nach draußen. Ich hatte mich schon den ganzen Morgen darauf gefreut, mich mit Severus zu treffen. Doch als ich an unserem Treffpunkt ankam, war er nicht da.




von Noa Hyde - 26.02.2021

Ich wartete eine ganze Weile, doch Severus kam und kam nicht. Als ich zwei Stunden gewartet hatte und es plötzlich anfing zu regnen, vermutete ich, dass wohl einfach was dazwischengekommen ist und schrieb ihm einen kleinen Zettel. ‚Ich bin nochmal nach Hause gegangen, sehen wir uns morgen?‘. Ich legte den Zettel in ein Astloch und schaute mich kurz um. Niemand würde ihn so entdeckten. Aber aus irgendeinem Grund wusste ich, und zwar wusste ich es absolut sicher ohne zu wissen warum, dass Severus den Zettel finden würde. Zufrieden machte ich mich auf den Weg nach Hause. Ich überprüfte nochmal, dass wirklich niemand gesehen hatte, dass ich den Zettel versteckte hatte, und machte mich dann widerwillig auf den Weg nach Hause.




von Rosmarin Both - 27.02.2021

Als ich zuhause ankam, sah mich meine Mutter überrascht an. „Was machst du denn so früh schon wieder hier, ich dachte du wolltest dich mit deinem Freund treffen.“ Ein wenig traurig nickte ich, „er ist nicht gekommen“, sagte ich kleinlaut, „aber ich bin sicher es ist einfach nur etwas dazwischengekommen“, schob ich rasch hinterher. Ich war mir sicher, dass es so war… oder wollte ich mir doch nur sicher sein? Rasch verdrängte ich diese Gedanken, so würde ich nicht vorankommen und daher sah ich nun wieder zu meiner Mutter. „Wollen wir dann nicht schon mit dem Backen anfangen?“, fragte ich sie, doch sie schüttelte kurz den Kopf. „Petunia ist noch draußen, sie sollte aber in spätestens einer halben Stunde wieder hier sein“, erwiderte sie und ich nutze die Zeit, um hoch in mein Zimmer zu laufen. Ich zog die ‚Geschichte Hogwarts‘ aus ihrem Versteck und begann darin zu lesen. Meine Gedanken drifteten fort und ich vergaß wieder alles um mich herum, versank vollkommen in dieser wundervollen Welt.




von Noa Hyde - 28.02.2021

Ich las über die Gründung von Hogwarts, in einer Zeit in der Schule noch nicht vereinheitlicht war. Dass erst die Gründer das Schloss erbauten, die Lehrpläne schrieben, die erste Handvoll Schüler unterrichtete, bis es immer mehr wurden und sie Personal einstellen musste. Ich fragte mich, wer für so viele Menschen kochte, doch fand keinen Hinweis darauf. Ich beschloss, Severus danach zu fragen, vielleicht hatte er ja eine Idee. Erst nach einer ganzen Weile fiel mir auf, dass Mutter eigentlich auch nicht zu Hause, sondern bei der Arbeit sein sollte. Widerwillig versteckte ich das Buch und machte mich auf den Weg nach unten. Hinter der geschlossenen Wohnzimmertür hörte ich meine Eltern leise flüstern. Petunia stand schon mit dem Ohr an der Tür und gab mir ein Zeichen leise zu sein.




von Rosmarin Both - 01.03.2021

Auf leisen Sohlen schlich ich zu Petunia und sah erst sie und dann die Tür etwas verwirrt an. Nach einem Zeichen ihrerseits beugte ich mich allerdings vor und lauschte am Schlüsselloch, um meine Eltern besser verstehen zu können. „Ich habe ein merkwürdiges Gefühl bei der Sache“, sagte meine Mutter gerade. Mein Vater schien zu zögern: „Wir kennen den Jungen doch noch gar nicht, warum so schnell urteilen? Er scheint Lily doch glücklich zu machen.“ Petunia blickte mich triumphierend an: „Sie reden über Snape, anscheinend bin ich nicht die Einzige, die ihn komisch findet.“ Gehässig sah sie zu mir und ich musste rasch mein Gesicht abwenden. Ich drückte mein Ohr wieder ans Schlüsselloch und versuchte jedes Wort meiner Eltern zu verstehen.




von Noa Hyde - 02.03.2021

Die Stille zog sich endlos. „Gut, ich kann verstehen, dass du nicht einfach auf ein Gefühl meinerseits hören willst. Aber wir sollten das im Auge behalten, irgendwas an der Familie ist komisch“, beharrte meine Mutter. Ich ballte die Fäuste um zu verhindern, dass ich wütend ins Wohnzimmer stürmte und Severus verteidigte. „Dann lass uns den Jungen doch mal zum Abendessen einladen. Momentan sind ja Ferien, dann soll Lily ihn einfach mal abends nach dem Spielen mitbringen. Vielleicht beruhigt dich das ja ein wenig“, schlug Dad schließlich vor. Ich hörte meine Mutter zögern, dann schien sie aber einzuwilligen. Kurz darauf hörte ich wie sie den Stuhl über den Boden schob und Petunia und ich konnten gerade noch rechtzeitig wegspringen, bevor die Tür sich öffnete.




von Ivory Crawford - 03.03.2021

Unsere Mutter schaute uns verdutzt an. „Warum um alles in der Welt hockt ihr hier auf dem Boden rum?“ „Wir...“, setzte ich an, aber bevor ich zu Ende reden konnte wurde ich von meiner Schwester unterbrochen. „Lily hat euch belauscht und als ich sie freundlich gebeten habe, eure Privatsphäre zu respektieren, hat sie mich auf den Boden geworfen.“ Ich schaute sie böse an. „Ist schon in Ordnung Lily, ich verstehe dich doch. Wir wollen deinen Freund eben erst einmal kennenlernen, bevor wir urteilen. Deine Mutter hat einfach ein komisches Gefühl bei ihm und dem wollen wir nachgehen", meinte Dad. Petunia schaute ihn überrascht an. „Aber... Sie hat euch doch belauscht!“, versuchte sie, mir doch noch eine Strafe aufzubrummen. „Es ist jetzt gut Petunia, es war ja nichts Schlimmes", erwiderte Mum. Triumphierend sah ich sie an. Petunia gab sich geschlagen und stampfte wütend die Treppe hoch.




von Noa Hyde - 04.03.2021

Doch das Gefühl währte nicht lange und ich ließ die Schultern hängen. „Warum ist es ihr so wichtig, dass ihr mich für irgendwas bestraft?“, fragte ich. Meine Eltern wechselten einen langen Blick, doch ich spürte, dass sie mir nicht antworten wollten, also winkte ich schnell ab. „Ist schon gut, wahrscheinlich ist sie noch sauer wegen irgendeinem Streich“, seufzte ich, obwohl ich genau wusste, dass ich ihr schon lange keinen mehr gespielt hatte. Mutter nickte und verabschiedete sich mit einem Kuss auf die Stirn wieder zu ihrer Arbeit ging. Ich folgte Dad in die Küche und setzte mich unmotiviert an den Küchentisch, weil ich nicht wusste, was ich sonst tun sollte. Ein paar Minuten später stellte er eine Tasse heißen Kakao vor mir ab und setzte sich mir gegenüber hin. „Möchtest du mir irgendwas erzählen, Lily? Bedrückt dich etwas?“




von Rosmarin Both - 05.03.2021

Einen Moment lang wollte ich nichts sagen, doch dann siegte mein Bedürfnis endlich jemandem davon zu erzählen. Rasch sagte ich: „Du weißt ja, Severus, der Junge, mit dem ich mich in letzter Zeit öfter treffe?“ Mein Vater nickte mir ermutigend zu und ich sprach nun schneller weiter. „Er hat mir vor einiger Zeit etwas erzählt, etwas über die merkwürdigen Sachen, die ich kann.“ Kurz schwiegen wir, vermutlich beide in Gedanken an die Vorkommnisse, die in den letzten Jahren stattgefunden hatten. Ich hatte Blumen zum Blühen gebracht, plötzlich Wind beschworen und war sogar einige Male vom Boden abgehoben. Wir hatten uns schon verschiedene Theorien überlegt, wie diese Sachen erklärbar waren, doch es hatte nie wirklich Sinn ergeben.




von Noa Hyde - 06.03.2021

Mein Vater zögerte einen Moment. „Dann hat der Junge wohl eine blühende Fantasie und passt gut zu dir“, sagte er schließlich. „Das ist keine Fantasie“, antwortete ich gereizt. „Du erinnerst dich doch noch an die verwelkte Orchidee, die ich wieder zum Blühen gebracht hatte?“ Vater nickte. „Das machen Orchideen immer mal wieder, sehen aus wie verwelkt…“ „Oder dass ich höher schaukeln kann als alle anderen?“, unterbrach ich ihn. Er zuckte die Schultern. „Du bist sportlicher als die anderen“, versuchte er einzuwenden doch ich verschränkte trotzig die Arme. „Nein, Dad. Du weißt, dass ich Sachen kann, die andere Kinder nicht können. Das hast du dir nicht alles eingebildet. Und ich auch nicht.“




von Shye Sangos - 08.03.2021

Nachdenklich, ja fast schon ein bisschen besorgt, blickte er mich an: „Worauf willst du hinaus, Lily?“ Ich überlegte fieberhaft, was ich ihm sagen sollte, schließlich würde er es ja ohnehin einmal erfahren, spätestens dann, wenn mein Hogwarts-Brief von einer Eule herbeigebracht wird, also entschied ich mich einfach für die Wahrheit: „Weißt du, Dad, ich bin nicht so wie ihr, ich bin anders, und Severus ist auch anders, deshalb verstehe ich mich so gut mit ihm.“ Mein Vater schüttelte den Kopf: „Nein, mein Schatz, du bist nicht anders, du bist einfach ein ganz besonderer Mensch!“ Bei diesen Worten fuhr er mir liebevoll über mein Haar und ich ergänzte: „Ja, da hast du recht, ich bin ein besonderer Mensch, ich bin eine Hexe.“ Jetzt war es raus und ich fühlte mich auf einmal so richtig erleichtert, doch mein Vater blickte mich noch verdutzter an als vorhin: „Was hast du da gesagt?“




von Noa Hyde - 09.03.2021

„Eine Hexe, Dad“, antwortete ich so geduldig wie möglich und spielte unter dem Tisch nervös mit meinem Rocksaum. Einen Moment starrte er mich an, dann brach er in schallendes Gelächter aus. „Nein, Liebes, Hexen gibt es nicht. Und wenn doch, wärst du ganz sicher keine, sondern eher eine gute Fee!“, erklärte er mir immer noch kichernd. Ich seufzte. „Kann es keine guten Hexen geben?“, fragte ich. Vater überlegte einen Moment, dann schüttelte er den Kopf. „Ich glaube nicht. Zumindest sind in den Märchen, die ich kenne, alle böse.“ Ich dachte kurz über die Märchen nach, von denen ich wusste und musste ihm recht geben. Vielleicht war es besser, wenn er das nicht zu ernst nahm, bevor nicht jemand mit dem Brief kam und meinen Eltern alles erklärte… Zumindest hatte Severus gesagt, dass jemand meinen Eltern alles erklären würde. Mein Vater tippte liebevoll meine Nase an. „Sollen wir, egal ob Hexe, Zauberer oder gute Fee schon mal anfangen, das Abendessen zu zaubern?“, fragte er mich.




von Shye Sangos - 10.03.2021

Dankbar über seinen plötzlichen Themenwechsel nickte ich eifrig: „Oh, ja, ich hab schon einen Bärenhunger!“ Dad stand auf und ging zum Küchenschrank, während ich noch in Gedanken versunken war. Wie meine Eltern das wohl auffassen würden, wenn sie den Brief lesen. Aber darüber konnte ich mir wann anders Gedanken machen, jetzt wird erst einmal das Abendessen gekocht. „Was möchtest du gerne essen, Lily?“, fragte Dad, und ich war mir natürlich sicher: „Nudeln!“ „Schon wieder?“, fragte er sichtlich genervt, worauf ich mit meinem unschuldigsten Blick nickte. Dad konnte diesem Blick nie widerstehen und lächelte mir zu. Fröhlich stand ich von Tisch auf und half ihm bei der Zubereitung der Soße. Es war richtig harmonisch in der Küche und ich überlegte, wie es denn wäre, wenn ich jetzt schon zaubern könnte. Ob ich dann einfach das Gemüse sich selbst schnippeln lassen könnte? Der Gedanke daran machte mich glücklich und begann voll Tatendrang mit dem Schneiden.




von Noa Hyde - 11.03.2021

Nach einem Moment kam mir eine Idee. Ich starrte das Messer konzentriert an und stellte mir vor, wie es von alleine durch Tomaten, Paprika und Zucchini gleiten und gleichmäßige Stücke schneiden würde. Doch nichts passierte. Hatte mein Dad vielleicht doch recht und Severus hatte mich angelogen? Ich schüttelte schnell den Kopf, das konnte ich mir nicht vorstellen. Ich schnitt das Gemüse weiter von Hand und träumte weiter, was man mit Magie noch alles bewirken können würde. Bestimmt auch den Abwasch und putzen, man müsste keine schweren Sachen mehr tragen, könnte sich das tollste Essen zaubern ohne zu kochen… Ich lächelte bei dem Gedanken, als plötzlich ein scharfer Schmerz in meinen Finger fuhr. „Autsch!“, machte ich unwillkürlich. Ich hatte vor Tagträumen nicht auf meine Hände geachtet und war mit dem Messer abgerutscht. Keine große oder tiefe Wunde, aber trotzdem schmerzhaft und einfach ärgerlich.




von Shye Sangos - 12.03.2021

Ich betrachtete meinen Finger, wie das Blut auf den Tisch tropfte, und rief nach meinem Vater, der sogleich besorgt zu mir rüberkam und mir ein Taschentuch auf den Finger drückte. Dann verließ er die Küche und kam kurz darauf mit einem Pflaster zurück, welches er mir auch gleich auf den Finger klebte. Nun war der Blutfluss gestillt und ich konnte mich wieder meinem Gemüse widmen, denn ich spürte fast keinen Schmerz mehr. Ich nahm das Messer in die Hand, doch mein Vater schnappte es mir weg und sagte: „Lass mal, ich mach das schon.“ Genervt blickte ich ihn an: „Ich bin doch kein kleines Kind, ich kann schneiden, und jetzt passe ich auch wieder auf!“ Doch mein Vater schüttelte nur den Kopf und schnitt das Gemüse weiter, aber meine Wut war so groß, dass ich nicht wusste, was ich tun sollte, also trat ich mit voller Wucht gegen das Tischbein, sodass die Tomaten vom Tisch fielen, oder besser gesagt in die Luft flogen und dort schwebten, bis sie nach einem Bruchteil einer Sekunde zerplatzten und meinen Vater und mich ins Gesicht trafen.




von Noa Hyde - 15.03.2021

Vater wischte sich die Tomatenmasse aus dem Gesicht und schaute mich ernst an. „Auf dein Zimmer, Lily,“ sagte er streng. „Was? Aber ich kann doch nichts dafür…“, versuchte ich ihn zu beschwichtigen, doch er schüttelte den Kopf. „Dass du deiner Wut Raum gibst ist eine Sache, dass du mich mit Tomaten bewirfst eine andere.“ Ich schnappte nach Luft. „Aber… ich hab… Okay, tut mir leid“, sagte ich und ging schnell in mein Zimmer. Natürlich konnte ich nichts für das Schlamassel, aber das würde er vermutlich nicht glauben. Und ich wollte nicht riskieren, dass Vater dachte, dass er mich herausreden wollte und ich noch Hausarrest bekam – das würde nämlich bedeuten, dass ich Severus nicht sehen konnte.




von Rosmarin Both - 17.03.2021

Also lief ich rasch nach oben und zog mir ein neues Oberteil an. Als ich auch mein Gesicht von den Tomaten befreit hatte, fiel ich auf mein Bett und starrte an meine Decke. Was konnte ich bloß tun, damit meine Eltern begriffen, dass es Magie wirklich gab und ich eine Hexe war? Ich wollte nicht darauf warten, dass irgendein Angestellter von Hogwarts vorbeikam und es ihnen erst erklären müsste. Doch wollte mit einfach nichts einfallen, mit dem ich sie endgültig überzeugen könnte, vermutlich würden sie es doch nur als Ausreden abstempeln. Nach einer gefühlten Ewigkeit richtete ich mich auf und griff nach der Geschichte Hogwarts.




von Noa Hyde - 18.03.2021

Ich ließ mich schnell wieder von der Geschichte mitreißen und las über die einzelnen Häuser bis ich erstarrte. Anschaulich war beschrieben, dass Salazar Slytherin kein verdorbenes Blut in seinem Haus wollte und deshalb nur Reinblüterinnen aufnahm. Auch wenn die anderen Häuser das anders sahen, mein Tag war erst mal gelaufen. Für die Muggel war ich nicht Muggel genug, und für die andere Welt nicht magisch genug? Ich spürte wie mir die Tränen kamen und ich unterdrückte sie mühsam. Nur wenige Minuten später rief Vater zum Essen und ich wollte auf keinen Fall verheult bei Tisch erscheinen – sonst würden mir meine Eltern sicherlich nicht erlauben, nochmal raus zu gehen, um nach einer Antwort von Severus zu sehen.




von Rosmarin Both - 19.03.2021

Ich verschwand rasch ins Bad und versuchte mir die Tränenspuren bestmöglich abzuwaschen. Dann schlich ich runter und öffnete die Wohnzimmertür. Meine Eltern und Petunia saßen bereits am Tisch und sahen mich abwartend an. Schnell setzte ich mich an meinen Platz und begann zu Essen. Peinliches Schweigen breitete sich im Raum aus und meine Gedanken schweiften wieder ab, zurück zu Slytherin. Warum schien sie nur in keine Welt hineinzupassen? Bei Severus hatte sie das Gefühl gehabt willkommen zu sein und in der Magierwelt endlich ihren Platz gefunden zu haben, doch nun schien auch diese sie abzustoßen. Gehörte sie denn nirgendwo hin? Sie spürte, wie wieder Tränen in ihre hochstiegen und versuchte diese zurückzuhalten.




von Noa Hyde - 20.03.2021

Petunia schaute mich misstrauisch an. „Heulst du?“, fragte sie auch gleich. Ich schüttelte den Kopf und zog schnell die Nase hoch, doch mir war klar, dass ich Petunia nicht überzeugen konnte. „Doch, du heulst!“, rief sie aus. Mutter schaute sie tadelnd an. „Lass deine Schwester in Ruhe“, forderte sie. Das Essen verlief schweigsam und Petunias neugierige Blicke schienen mich zu durchbohren. Als ich aufstehen wollte, hielt Mutter mich am Ärmel fest. „Nein, wir wollen mit dir reden“, sagte sie liebevoll. „Petunia, du kannst gehen“, schob sie hinterher. Für einen Moment sah Petunia aus als wolle sie protestieren, doch dann stand sie ohne Widerworte auf und ging nach oben.




von Shye Sangos - 22.03.2021

Genervt starrte ich meine Eltern an und kämpfte gegen die Tränen an. Warum konnten sie mich denn nicht einfach in Ruhe lassen? Ich sehnte mich nach Severus, denn der war momentan der einzige, der mich verstand. Meine Mutter begann zu sprechen: „Lily, du benimmst dich in letzter Zeit etwas seltsam, so kennen wir dich gar nicht, was ist denn los mit dir?“ Ich blickte meiner Mutter in die Augen und wusste nicht, ob ich es nochmal mit der Wahrheit versuchen sollte, entschied mich aber dann doch dafür. Schließlich musste ich meinen Eltern einmal klarmachen, dass ich eine Hexe war, also begann ich zu sprechen: „Es ist so, diese seltsamen Dinge passieren nicht einfach so, das ist so, weil ich eine Hexe mit magischen Fähigkeiten bin. Ja, ich kann zaubern.“ Abwartend blickte ich abwechselnd meine Eltern an, und meine Mutter antwortete mit einem abwertenden Lächeln: „Lily, deine Fantasie scheint da wohl mit dir durchzugehen, es gibt keine Hexen. Vielleicht solltest du dich nicht mehr so oft mit diesem Severus treffen, der tut die anscheinend nicht gut.“ Nun wurde ich so richtig wütend, sprang auf und rannte blitzschnell aus dem Haus und in den Wald zu unserer Höhle.




von Noa Hyde - 23.03.2021

Bei der Höhle angekommen war ich traurig, dass Severus immer noch nicht da war. Ich heulte erst mal eine Runde und versuchte nicht daran zu denken, dass ich mit meinem Weglaufen vermutlich alles noch schlimmer gemacht hatte. Erst nach einer Weile fiel mir ein, dass ich Severus ja eine Nachricht hinterlassen hatte. Ich schlich mich zum Astloch und fischte auf Zehenspitzen stehend den Zettel raus. Es war tatsächlich ein neuer! Ich ging schnell wieder zurück in die Höhle, wo ich den Brief ungestört aufmachen konnte. „Liebe Lily, ich hatte Streit mit meinem Vater und durfte deshalb vorhin nicht raus. Morgen bin ich aber auf jeden Fall da, oder vielleicht schon heute Abend? Lieben Gruß, Severus“, las ich lautlos. Ich beschloss, auf ihn zu warten, vielleicht würde er ja gleich noch kommen.




von Noa Hyde - 24.03.2021

Ich wartete eine Weile, und ich hatte Glück. Irgendwann kam Severus rein. Seine Haare tropften und er schüttelte sich erst mal wie ein nasser Hund, in der Zwischenzeit hatte es wohl angefangen zu regnen. „Wie spät ist es?“, fragte ich als Erstes. „Kurz vor acht.“ Ich atmete auf, meine Eltern hatten mit mir die Regel vereinbart, dass ich im Sommer bis neun draußen bleiben durfte, solange es noch hell war. Gut, da ich davongerannt war, galten vermutlich andere Regeln, aber darüber konnte ich mir nachher den Kopf zerbrechen. Ich musterte Severus und bemerkte blaue Flecken an seinen Armen. „Wie ist das passiert?“, fragte ich erschrocken.




von Noa Hyde - 25.03.2021

Severus schüttelte die Arme, sodass ihm die Ärmel des Pullovers wieder bis über die Finger rutschten. „Nicht der Rede wert“, antwortete er verlegen. Ich schaute ihn misstrauisch an. „Wie gesagt, ich hatte Streit mit meinem Vater und mehr will ich dazu nicht sagen“, antwortete er knapp und schaute mich direkt an. „Ein andermal?“, fragte ich vorsichtig und er nickte. „Ja, ein andermal.“. Einen Moment lang saßen wir in einträchtiger Stille nebeneinander, dann fiel mir was ein. „Sag mal, kannst du morgen Abend zum Abendessen kommen? Meine Eltern wollen dich kennenlernen“, sagte ich und mein Gesicht brannte vor Verlegenheit. Severus blickte überrascht auf. „Mich kennenlernen? Warum sollten sie mich kennenlernen wollen?“, fragte er und ich sah, dass seine Hände vor Aufregung leicht zitterten.




von Shye Sangos - 26.03.2021

„Naja, da du ja jetzt mein Freund bist und ich mich sehr oft mit dir treffe, wollen sie dich mal kennenlernen. Einfach so“, erklärte ich Severus, doch dieser schien ein wenig verlegen zu sein. „Aber was ist, wenn sie mich nicht mögen?“, fragte er verunsichert. „Das macht nichts, denn wichtig ist, dass ich dich mag und alles andere zählt nicht.“ Severus schien von meinen Worten nicht gerade begeistert zu sein und er klopfte mit einem Stein gegen die Höhlenwand, sodass sich ein paar Steinchen lösten. Ich beobachtete, wie die Steinchen auf den Boden fielen, und meinte: „Sie werden dich bestimmt mögen.“ Ich war mir jedoch sicher, dass meine Eltern da nicht so einfach waren und ihn einfach ins Herz schließen würden, aber ich hoffte dennoch das Beste. Als es schon 9 Uhr war verabschiedete ich mich von ihm und fragte, ob er denn nicht nach Hause müsse, worauf er nur gleichgültig ein „egal“ murmelte. Ich hockte mich zu ihm auf den Boden, legte einen Arm um ihn und sagte: „Dir scheint es ja gar nicht gutzugehen. Möchtest du reden?“




von Noa Hyde - 28.03.2021

„Reden bringt doch eh nichts“, murmelte er. Mit einem Mal konnte ich die ganze Verzweiflung spüren, die er ausstrahlte. „Was ist los, Sev?“, fragte ich. Als er weiterhin schwieg, fasste ich mir ein Herz und schob seine überlangen Ärmel vorsichtig zurück, um die blauen Flecken zu inspizieren. Sie glichen Handabdrücken. „Dein Vater?“, fragte ich so einfühlsam wie nur möglich, darauf gefasst, dass Severus weiterhin auswich. Doch er nickte. „Hat er… ein Problem damit, dass du ein Zauberer bist?“, ging ich einen Schritt weiter. Er schnaubte. „Er hat ein Problem mit allem, was ich bin. Zauberer wäre ja noch in Ordnung, wenn ich mich wenigstens für cooles Zeug interessieren würde, wie Kampfzauber oder Verwandlungen… und nicht nur für Kochen und Brodeln“, spuckte er förmlich aus.




von Rosmarin Both - 31.03.2021

Betrübt blickte ich ihn an, anscheinend waren meine Eltern nicht die einzigen, die ihr Kind nicht so akzeptierten. Ich versuchte eine aufmunternde Miene aufzusetzen und sagte leise: „Es wird besser, wenn du in Hogwarts bist. Und ich habe gelesen, dass du dich dort ganz viel mit Zaubertränken beschäftigen kannst.“ Daraufhin nickte er zwar, sah aber immer noch völlig fertig aus. Leider musste ich dringend nach Hause, ich würde so schon genügend Ärger bekommen. Also legte ich Se noch einmal meine Hand auf die Schulter und drückte sie kräftig. „Wir sehen uns morgen, okay?“, fragte ich und er nickte mir dankbar zu.




von Noa Hyde - 03.04.2021

Während ich aus der Höhle rausging, fiel mir noch etwas ein. „Kannst du morgen Abend zum Abendessen zu uns kommen? Meine Eltern würden dich gerne kennenlernen! Um sieben?“, fragte ich ihn schnell. Ich wusste, dass ich vermutlich morgen nicht raus durfte, nachdem ich heute schon einfach gegangen war, aber dann konnte ich ihm schließlich auch nicht absagen und meine Eltern mussten seine Anwesenheit beim Essen wohl hinnehmen. „Wenn sie dich erst mal kennen, werden sie dich sicherlich mögen“, redete ich ihm gut zu, bis er schließlich zögerlich nickte. „Okay. Ich versuche pünktlich zu sein“, versprach er. Ich umarmte ihn nochmal kurz und verließ schnellen Schrittes die Höhle.




von Shye Sangos - 05.04.2021

Auf dem Heimweg gingen mir Severus blaue Flecken nicht mehr aus dem Sinn und ich konnte einfach nicht verstehen, warum sein Vater ihn schlug. So ein gewalttätiger Mensch ging mir einfach nicht in den Kopf hinein. Ob das wohl öfters vorkam? Als ich gerade zur Tür hereinkam, saß meine Familie schon beim Essen und wartete auf mich. Schnell setzte ich mich zu ihnen an den Tisch und begann auch schon mit dem Essen. Meine Mutter blickte mich misstrauisch an und fragte: „Wo warst du schon wieder so lange?“ „Ich war nur kurz mal Luft schnappen, ähm, und morgen Abend kommt Severus zum Essen, ihr habt ja mal gesagt, dass ihr ihn kennenlernen möchtet“, sprach ich sehr hektisch und verschluckte mich dabei fast an einem Bissen Brot.




von Roxy Mandragora - 07.04.2021

„Lily, du kannst nicht einfach wegrennen, ohne Bescheid zu geben. Wir haben uns Sorgen gemacht“, sagte meine Mutter in bestimmten Ton, aber auch mit besorgter Stimme. „Ich weiß“, sagte ich schuldbewusst und senkte meinen Kopf, „es tut mir wirklich leid.“ „Schon gut“, beschwichtigte meine Mutter und fügte noch hinzu: „Aber versprich mir, dass das nicht mehr vorkommt.“ „Ich verspreche es“, antwortete ich beruhigt und vor allem erleichtert darüber, dass meine Mutter immer so nachsichtig mit mir ist. „Also, geht das nun in Ordnung, dass Severus morgen zum Abendessen kommt?“ „Aber natürlich, Liebes, wir freuen uns schon, ihn kennenzulernen“, antwortete meine Mutter mit einem Lächeln auf den Lippen. „Sehr schön“, rief ich voller Vorfreude aus und hüpfte in Richtung meines Zimmers davon, um noch ein wenig in dem Buch Geschichte Hogwarts zu lesen. „Warum bekommst du eigentlich nie Ärger?“, herrschte mich Petunia, die mir gefolgt war, aufgebracht an. „Du kannst tun und lassen, was du willst! Das ist so unfair!“, schrie sie rasend vor Wut und stapfte wütend davon.




von Rosmarin Both - 10.04.2021

Verwirrt blickte ich ihr nach, sie bekam doch auch nie wirklich Ärger. Nicht dass sie irgendwas anstellen würde, über das unsere Eltern besorgt sein würden, aber ich machte ja auch nicht viel. Vor dem heutigen Tag war ich noch nie weggegangen, ohne meinen Eltern Bescheid zu sagen oder sie wissen zu lassen, wo ich sein würde. Als ich in meinem Zimmer ankam ließ ich mich sofort aufs Bett sinken und holte das Buch aus seinem Versteck. Ich begann zu lesen, doch immer wieder schwenkten meine Gedanken zu Petunia und dem, was sie mir vorgeworfen hatte. Hatte sie vielleicht doch recht? Ich wollte ein gutes Verhältnis zu meiner Schwester haben und so sehr ich Severus auch mochte, ich wollte nicht, dass er sich zwischen uns drängte.




von Noa Hyde - 11.04.2021

Nach einer Weile bemerkte ich, dass ich doch kaum etwas von dem mitbekam, was ich las, und versteckte das Buch wieder. Ich schaute aus dem Fenster und gab mir dann einen Ruck – ich schlich mich aus meiner Zimmertür und zu Petunia ins Zimmer. Leise trat ich ein. „Geh weg“, antwortete sie und ihre Stimme klang schon nach Tränen. Sie lag mit dem Rücken zu mir auf ihrem Bett und ihre Schultern zuckten. Ich schloss die Tür lautlos und setzte mich zu ihr auf das Bett. Nach einigen Minuten, in denen nur ihr leises Schluchzen zu hören war, legte ich ihr sanft die Hand auf die Schulter. „Was ist los?“, fragte ich sie vorsichtig.




von Shye Sangos - 13.04.2021

„Ach, lass mich doch in Ruhe, du machst doch immer alles kaputt“, schrie sich mich an und vergrub ihren Kopf unter dem Kopfkissen, sodass ich ihr Schluchzen nur gedämpft hören konnte. Langsam tat sie mir leid, denn ich wollte sie nie verletzen, also legte ich meinen Arm auf ihren vom Weinen bebenden Körper und streichelte sanft über ihren Rücken. Langsam beruhigte sie sich und setzte sich auf. Sie blickte mir tief in die Augen: „Du bist meine Schwester, und was machst du die ganze Zeit? Du hängst mit diesem Freak ab und wirst langsam auch schon genauso komisch wie der.“ Ihre Worte trafen mich hart, denn ich mochte Severus sehr und jedes schlechte Wort gegen ihn tat mir weh. „Aber du kennst ihn ja gar nicht! Wenn du mich mögen würdest, dann würdest du ihm eine Chance geben!“, schrie ich Petunia an und wollte gerade aufstehen, als sie mich an der Hand packte und festhielt.




von Roxy Mandragora - 14.04.2021

Sogleich tat es mir auch schon wieder leid, dass ich Petunia so angeschrien hatte. Das war normalerweise gar nicht meine Art. Eigentlich war ich immer die Ausgeglichene von uns beiden und Petunia diejenige, die schnell hysterisch wurde und impulsiv reagierte. So wie ich mich in den letzten Tagen benahm, erkannte ich mich gar nicht wieder. Ich wartete gespannt, ob Petunia noch etwas sagen würde. Ich sah, dass ihr etwas auf den Lippen lag, was sie aber nicht aussprach. Vielleicht eine Entschuldigung? Entschuldigungen waren noch nie Petunias Stärke gewesen, weshalb sie sich auch nie bei mir entschuldigte. Meistens war es so, dass sie nach einem Streit am nächsten Tag einfach auf mich zukam und die Welt war wieder in Ordnung. Ich fand das nicht schlimm und akzeptierte dies immer als ihre Art der Entschuldigung. „Ach Petunia, mach‘ es mir doch nicht so schwer. Ich möchte doch mit euch beiden befreundet sein“, begann ich zu sprechen, da ich genau wusste, dass Petunia es nicht schaffen würde.




von Noa Hyde - 21.04.2021

„Befreundet, ja klar“, schnaubte Petunia. „Wenn wir nicht zufällig Schwestern wären, würdest du ja nicht mal mit mir reden!“. Ich wollte sofort etwas Versöhnliches erwidern, doch die Worte blieben mir im Halse stecken. Vielleicht hatte Petunia da gar nicht so Unrecht. Wir waren sehr verschieden und hatten kaum bis keine gemeinsamen Interessen oder gar Hobbys, über die wir uns unterhalten könnten. „Du bist aber meine Schwester“, erwiderte ich stattdessen. „Und ich bin froh darüber.“ Petunia drehte sich zu mir um und ich konnte die Tränenspuren auf ihrem Gesicht klar erkennen. „Bist du denn nicht froh, meine Schwester zu sein?“, fragte ich schließlich und wappnete mich für die Antwort.




von Rosmarin Both - 22.04.2021

Petunia schien kurz in sich zusammenzusacken, sagte dann jedoch leise: „Doch, ich bin froh, dass du meine Schwester bist.“ Ich hatte das Gefühl als würde mir ein riesiger Stein vom Herzen fallen und begann unwillkürlich zu lächeln. „Erinnerst du dich noch daran, wie wir früher gemeinsam im Sandkasten gespielt haben?“, fragte ich sie dann. Sie schien noch nicht ihre Stimme wiedergefunden zu haben, denn sie nickte nur leicht. „Da haben wir uns doch auch super verstanden, was sollte uns also jetzt davon abhalten auch Dinge zusammen zu machen“, fuhr ich fort und sah sie ein wenig schüchtern an. Vielleicht sah sie es ja doch anders, aber ich wollte sie auf keinen Fall verlieren.




von Noa Hyde - 26.04.2021

Petunia wischte sich mit dem Handrücken über die Augen. „Für den Sandkasten sind wir aber schon ein bisschen zu alt…“, wandte sie ein. Ich grinste. „Stimmt, aber es gibt doch bestimmt noch andere Dinge, die wir zusammen machen können, die uns beiden Spaß machen, oder?“, fragte ich. Meine Schwester zuckte ratlos die Schultern. „Was mögen wir denn beide? Du bist so viel draußen, kletterst auf Bäume, fällst in den Bach…“ Ich dachte kurz nach, ganz Unrecht hatte sie ja nicht, während sie ihre Zeit am liebsten drin verbrachte, wollte ich so viel an der frischen Luft sein wie nur möglich. „Was macht dir denn Spaß?“, fragte ich schließlich kleinlaut.




von Shye Sangos - 28.04.2021

Meine Schwester blickte zum Fenster und überlegte, dann antwortete sie: „Also, am meisten Spaß macht mir Lesen oder Backen, aber auch Kochen.“ Ich schaute meine Schwester an und konnte mir nicht vorstellen, dass man nur Hobbys haben kann, die man im Haus ausführt, antwortete jedoch: „Das klingt schon mal interessant, vielleicht können wir morgen gemeinsam einen Kuchen backen, ich weiß zwar nicht so genau, wie das geht, aber ich möchte es gerne mit dir versuchen. Und außerdem kommt Severus zum Abendessen, der wird sich bestimmt über den Kuchen freuen.“ Petunia verzog das Gesicht, als ich den Namen „Severus“ nannte, aber ich ließ mir nichts anmerken und sagte stattdessen: „Und am Nachmittag können wir mal eine Runde durch den Wald gehen, da gibt es schöne Stellen und Höhlen, die ich dir zeigen kann. Bist du einverstanden damit?“




von Noa Hyde - 30.04.2021:

Petunia rümpfte die Nase, schien sich dann aber doch schnell eines Besseren zu besinnen. Wenn ich guten Willen zeigte, wollte sie das wohl auch. Sie nickte zögerlich. „Aber bitte nicht zu weit und nichts wo man allzu dreckig wird“, wandte sie ein. Ich verkniff mir ein Seufzen, schließlich fiel damit alles aus, was wirklich Spaß machte und versprach ihr, dass ich ihr nur etwas in unmittelbarer Nähe zeigte. „Gutes Schuhwerk brauchst du trotzdem“, überlegte ich laut und beschloss, ihr nicht ‚unsere‘ Höhle, also die von Severus und mir zu zeigen, sondern eine kleine Stelle am Flussufer mit einer Bank und einer großen Eiche, wo man gut ins Wasser gehen und einen Staudamm bauen konnte. Mir kam eine Idee. „Was hältst du davon, wenn wir unseren Kuchen mitnehmen und ein Picknick machen?“




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